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J. Allan HOBSON – Dreams, Consciousness, and the Brain

Apr 01, 2008 | 18:00

University of Vienna, Großer Festsaal
Organized by: John Dittami (Dept. for Behavioral Biology, University of Vienna), and the KLI
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Topic Description

Bewusstes Schlafen oder unbewusstes Träumen?

Das Forschungsfeld von J. Allan Hobson befindet sich in einem biologischen Grenzgebiet. Mit seinem Ansatz, sich von molekularbiologischen bis zu psychiatrischen Aspekten des Schlafes zu beschäftigen, revolutionierte er die Schlaf- und Traumforschung per se. Durch seine Analysen des Phänomens des REM-Schlafes stieß er auf die Bedeutung dieses Gehirnzustands für Träume, Bewusstsein und Kognition.

"Seine Ergebnisse zwangen Psychiater und Psychologen, die Freud'sche Psychoanalyse und sein Entwicklungsmodell der Psyche neu zu interpretieren. Mit modernem neurologischen Werkzeug konnte er die Bausteine des REMs, die Träume und selbst die 'bewusste' und 'unbewusste' Wahrnehmung beschreiben", erklärt John Dittami, Leiter des Departments für Verhaltensbiologie an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Er arbeitet schon seit Jahren mit J. Allan Hobson zusammen und hat die Gastprofessur von Hobson an der Universität Wien mitinitiiert: "Durch diese neue Sichtweise unseres Geistes, die einen Blick hinter die Kulissen des Bewusstseins und der Kognition ermöglicht, wurde Hobson einer der bekanntesten Psychiater der letzten Jahrzehnte. Es gelang ihm, Molekularbiologie, Neurologie, Psychiatrie, Philosophie, Kognition und Kunst miteinander zu verbinden."

Der in Harvard lehrende Neurologe, Psychiater und Schlafforscher J. Allan Hobson erhält als erster Wissenschafter mit Sommersemester 2008 die Rupert-Riedl-Gastprofessur an der Universität Wien. In diesem Rahmen wird Hobson ein Seminar zur Physiologie und Funktion von Schlaf und Träumen anbieten. Als Auftakt hält er am 1. April um 18 Uhr im Großen Festsaal der Universität Wien einen öffentlichen Vortrag unter dem Thema "Dreams, Consciousness and the Brain".

Die Fakultät für Lebenswissenschaften hat gemeinsam mit dem "Konrad Lorenz Institute for Evolution and Cognition Research" in Altenberg den renommierten Schlafforscher Prof. J. Allan Hobson, M.D. von der Harvard University zum Rupert-Riedl-Gastprofessor des Jahres 2008 ernannt.

J. Allen Hobson ist bekannt als jener neurologische Psychiater, der den Traum aus dem Bereich der Freudianischen Interpretation herausgenommen hat und ihn als Werkzeug der neurologischen und psychiatrischen Schlafforschung etablierte. Seine wissenschaftlichen Ansichten und Erkenntnisse haben einerseits zu neuen Richtungen in der Interpretation psychiatrischer Störungen und anderseits zu neuen Methoden der Therapie beigetragen.

Evolutionstheoretiker Rupert Riedl

Die Gastprofessur ist nach dem renommierten Biologen der Universität Wien, emer. Univ.-Prof. Dr. Rupert Riedl benannt, der im Jahr 2005 80-jährig in Wien verstarb. Riedl begann seine Forscherkarriere als Meeresbiologe, leistete später wichtige Beiträge zur Evolutionstheorie und beschäftigte sich gegen Ende seiner Laufbahn mit biologischen Grenzgebieten, wie etwa der Evolutionären Erkenntnistheorie.